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Lydia Schmid ist neue Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Fortschreibung des Aktionsplan für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Lydia Schmid ist die neue hauptamtliche Beauftragte für Inklusion und die Belange von Menschen mit Behinderung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sie ist am 16. Dezember 2019 vom Kreistag berufen worden und löst Michael Clauß ab, der bis zum 31. Dezember 2019 befristet in dieser Funktion tätig war.

Die Beauftragte vertritt die Belange behinderter Bürger*innen innerhalb der Landkreisverwaltung und gegenüber den Gremien des Landkreises. Zu ihren Aufgaben gehört es darauf hinzuwirken, dass die Verantwortung des Landkreises, für gleichwertige Lebensbedingungen der Menschen mit und ohne Behinderung zu sorgen, in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens erfüllt wird. Sie setzt sich bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe dafür ein, dass unterschiedliche Lebensbedingungen von behinderten Frauen und Männern berücksichtigt werden.

Sie wirkt darauf hin, dass die Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen (z. B. Bildung, Arbeit, Freizeit, Kultur und Wohnen), die barrierefreie Gestaltung von baulichen und sonstigen Anlagen, Verkehrsmitteln, technischen Gebrauchsgegenständen, Systemen der Informationsverarbeitung, akustischen und visuellen Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie anderen Lebensbereichen gewährleistet ist.

Zudem steht Lydia Schmidt als Ansprechpartnerin für Menschen mit Behinderungen zur Verfügung und bietet regelmäßig Sprechstunden an. Ihre Berufung ist bis 31.12.2024 befristet.
 

Aktionsplan für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wird fortgeschrieben

Es braucht einen guten Plan, um die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Diesen bedarf es nicht nur in der Fläche, sondern auch vor Ort, im Detail und es braucht vor allem Menschen, die es anpacken. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat seit 2014 einen kommunalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Landkreis.  

„Hüterin“ über ihn ist Lydia Schmid, Landratsamt Pirna. Sie leitet seit 2017 die AG Inklusion und prüft ihn regelmäßig auf Aktualität. Dazu tauscht sich Lydia Schmid in größeren Abständen mit den Verantwortlichen der jeweiligen Handlungsfeldern aus. So gibt es fünf Handlungsfelder im Plan, die die Aufgabenbereiche der kommunalen Verwaltung wiederspiegeln. Zum Beispiel das Handlungsfeld „Infrastruktur – Freizeit – Tourismus - ÖPNV“. Insgesamt bringen sich 40 Akteure bei der AG Inklusion ein, darunter Vertreter des Landratsamtes, von der Agentur für Arbeit, Schulen, Verbänden, Verkehrsunternehmen oder vom Tourismusverband.

Kommunalen Aktionsplan fortschreiben

Nach fünf Jahren ist nun gemeinsam Bilanz gezogen worden – im Oktober 2019 lud das Landratsamt zum Inklusionsforum, um den Aktionsplan für den Landkreis auf den Prüfstand zu stellen. „Wir sind auf einem guten Weg,“ sagt Lydia Schmid. Erste fassbare Ergebnisse seien zum Beispiel das umfangreiche Angebot von inklusiven Kitaplätzen in Wohnortnähe, Angebote von barrierefreien touristischen Sehenswürdigkeiten, Ausbau von barrierefreien und öffentlichen Verkehrsangeboten an Bus und Fähre oder ein Ratgeber für Schüler und Senioren. Längst ist noch nicht alles getan und geschafft.

Ein erstes Fazit vom Inklusionsforum ist: Der Aktionsplan muss fortgeschrieben werden – und die (barrierefreie) Kommunikation, inklusive der Leichten Sprache, muss thematisiert werden.

„Derzeit läuft die Auswertung und das Filtern der Ergebnisse in den einzelnen Arbeitsgruppen, die für je ein Handlungsfeld zuständig sind,“ berichtet Lydia Schmid. Danach werden neue und weitere Ziele für den Landkreis diskutiert und erarbeitet. Das fertige Papier wird dann dem Kreistag zum Beschluss vorgelegt.

Experten*innen in eigener Sache gesucht

„Ich wünsche mir auch die Beteiligung von Menschen mit Behinderung. Leider haben wir kaum Experten in eigener Sache dabei“, berichtet Lydia Schmid. „Gerne können sich Menschen mit Behinderung aus unserem Landkreis bei der AG Inklusion einbringen. Mit ihrer Unterstützung können wir noch besser die Bedarfe erkennen. Die Arbeit in der AG ist ehrenamtlich.

Für Lydia Schmid ist die Arbeit in der AG Inklusion eine „Herzensangelegenheit“. „Durch die Arbeit wächst das Verständnis für dieses Thema“. Sie würde es begrüßen, wenn sich noch mehr Menschen dem Thema öffneten und sich die Vernetzung zwischen Kommune und privater Wirtschaft ergäbe, um Grenzen wie fehlende Finanzen oder Vorurteile in den Köpfen zu beseitigen.

Interessenten an der Mitarbeit in der AG Inklusion melden sich bitte bei:
Lydia Schmid
Landratsamt Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Beauftragte für Inklusion und die Belange von Menschen mit Behinderung'
E-Mail: lydia.schmid@landratsamt-pirna.de

Lydia Schmid ist die neue Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung und Leiterin der AG Inklusion