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Beispiele zeigen gesellschaftliche Teilhabe

Sächsischer Inklusionspreis 2018 verliehen

Stephan Pöhler, Behindertenbeauftragter der Sächsischen Staatsregierung/ Foto: Geschäftsstelle des Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Der Sächsische Inklusionspreis 2018 ist am 3. Dezember in Dresden verliehen worden. Fünf Beispiele für gelungene Inklusion sind unter den 28 Bewerbern auserwählt worden.

Stephan Pöhler, Behindertenbeauftragter von Sachsen und Initiator des Preise betonte:

„Als besonders wertvoll bewerte ich, dass die Preisträger Beispiele liefern, die nicht nur zur Nachahmung anregen, sondern zeigen, wie sie es gemacht haben, die neues Denken und Handeln entwickeln. Eine breite Öffentlichkeit sollte über diese Aktivitäten informiert werden. Auch das ist ein Anliegen meines Inklusionspreises, denn er zeigt und ist ein deutlicher Beleg dafür, dass es bereits viele Institutionen gibt, die ein starkes soziales Bewusstsein entwickelt haben und den Menschen mit Behinderungen, die aktive gesellschaftliche Teilhabe, nicht nur auf dem Papier ermöglichen.“ 

Preisträger des 3. Sächsischen Inklusionspreises sind:


Kategorie „Bildung“:
„Elterninitiative Unmöglich. Aber machbar.“

Die Unterrichtung blinder Kinder in Sachsen erfolgte bis zum Schuljahr 2018/2019 ausschließlich an der Sächsischen Landesschule für Blinde und Sehbehinderte, Förderzentrum Chemnitz. Entgegen der UN-Behindertenrechtskonvention bestand keine Möglichkeit auf eine barrierefreie und wohnortnahe Unterrichtung blinder Kinder. Eine Elterninitiative hat es in geschafft, auf diese Missstände hinzuweisen, Verantwortliche zu sensibilisieren und ihre Kinder an Regelschulen einzuschulen.


Kategorie „Barrierefreiheit“
„Jetzt entscheide ich e.V.„

Ein Dresdner Verein hat ein Fahrrad, auf dem Rollstühle mitgenommen werden können – ein „Fahrrad für alle“ per Crowdfunding gekauft und stellt es allen Interessierten zur Verfügung.


Kategorie „Freizeit & Kultur“
„Traumkonzert“

Am Abend des Traumkonzerts, welches im zweijährigen Rhythmus in Chemnitz stattfindet, singen und musizieren Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen mit Musikern der Robert-Schumann-Philharmonie.


 1. Sonderpreis der Jury

„Mittendrin in Markleeberg Projektarbeiten von und für Menschen mit Behinderungen Wohnverbund "Katharina von Bora" Diakonisches Werk Innere Mission Leipzig e.V.“

Menschen mit und ohne Behinderung gestalten gemeinsam einzelne Projekte mit dem Schwerpunkt Partizipation an Politik und Förderung der demokratischen Teilhabe sowie mit dem Schwerpunkt Leichte Sprache.


2. Sonderpreis der Jury

„Martin Wallmann“

Direktor und Geschäftsführer des Sächsischen Epilepsiezentrums Radeberg gemeinnützige GmbH – Kleinwachau

Das Epilepsiezentrum Kleinwachau ist aus der im Jahre 1889 von der Inneren Mission gegründeten "Evangelischen Heil- und Pflegestätte für Epileptiker Kleinwachau" hervorgegangen. Im Laufe der Jahre hat es sich nicht nur stetig entwickelt, sondern sich gleichfalls einen Ruf und Anerkennung erarbeitet, die weit über die Landesgrenze hinausgeht. Maßgeblich mitgewirkt hat daran der Direktor und Geschäftsführer des Epilepsiezentrums, Martin Wallmann.


Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury ermittelt und jeder Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.