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Regionaltreffen des Inklusionsnetzwerkes Sachsen

Rückblick: Regionaltreffen des Inkusionsnetzwerkes Sachsen in Oelsnitz am 08. September 2020 in Kooperation und mit freundlicher Unterstützung des Bergbaumuseums Oelsnitz

"Umsetzung von Inklusion im Museum"

Das Bergbaumuseum in Oelsnitz wird gerade groß umgebaut und nutzt diesen Umbau, um die Inklusion zu stärken. Zur Umsetzung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung wurden Workshops veranstaltet, die Betroffene und das Museumspersonal zusammenbrachten. Die gewonnen Erkenntnisse wurden bei den baulichen Maßnahmen berücksichtigt und auch die Inhalte der Ausstellung werden möglichst barrierefrei gestaltet.
So wird Schritt für Schritt der Zugang für alle, zu der Welt des Bergbaus, gestaltet. 

Was genau der Plan in Oelsnitz ist, um das Museum inklusiver zu gestalten, sollte den 15 Gästen des Regionaltreffens im Tagungsraum des Bergbaumuseums nahegebracht werden. Dabei wurden die Ansätze und Ideen genau erläutert, die diesen Prozess tragen.

Jan Färber, Leiter des Museums und Mathias Meyer vom Landkreis Erzgebirge gaben Einblicke in die Details der Bauplanung, die vorhandenen Herausforderungen und die Chancen des Umbaus für den Abbau von Barrieren. Auf der Grundlage einer gemeinsam mit Menschen mit Einschränkungen erarbeiteten Konzeption wurde der Neubau und Umbau des Museums angegangen. Dabei ist es ein erklärtes Ziel die Ausstellungsräume und -inhalte für alle Menschen begehbar und erlebbar zu machen. Hierbei stellt der denkmalgeschützte Gebäudekomplex eine besondere Herausforderung dar, da die Substanz und der Charme der alten Anlage erhalten bleiben sollen. Diese Übereinstimmung der verschiedenen Aspekte ist teilweise sehr aufwändig, aber in jedem Fall lohnenswert, da die Exponate auf diesem Wege für alle Besucher*innen zu bestaunen sind. 

Marion Dittmann und Jenny Johne sind, als Expertinnen für die Vermittlung der Museumsinhalte, besonders involviert und berichteten von ihren Erfahrungen bei der inklusiven Gestaltung des Museums. Dabei schilderten sie den bereichernden Austausch mit den Betroffenen in den Workshops oder auch andere inklusive Angebote des Bergbaumuseums, welche für die Bedürfnisse von Menschen mit Einschränkungen sensibilisieren. In dieser engen Zusammenarbeit entstanden neue Konzepte, die direkt umgesetzt wurden. Teilweise funktionierten sie von Anfang an, manchmal mussten sie angepasst werden, aber immer stellten sie einen großen Mehrwert für die Besucher*innen dar und werden auch von Menschen ohne Einschränkungen gerne genutzt.  
Dies wurde während einer kurzen Führung durch die Ausstellungsräume direkt an einigen Exponaten demonstriert. Diese Exponate berücksichtigen verschiedene Perspektiven und ermöglichen es Menschen in unterschiedlicher Größe und mit verschiedenen Fähigkeiten die Inhalte zu erfassen. Neben diesen Maßnahmen wird stetig an Erweiterungen des barrierefreien Angebots gearbeitet. 

Wir danken dem Bergbaumuseum Oelsnitz für die Gastfreundschaft sowie allen Referent*innen und Teilnehmenden für das Gestalten und Gelingen der Veranstaltung.

Fotoimpression vom Regionaltreffen

Ansprechpartner

Falk Friedrich
Regionalbeauftragter Chemnitz, Mittelsachsen und Erzgebirgskreis

0173 6993121
friedrich@inklusionsnetzwerk-sachsen.de