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Ein Supermarkt für Blinde und Sehbehinderte

Maria Scherlies und Svenja Schulz studieren an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin. In ihrer Abschlussarbeit haben sie sich überlegt, wie ein Supermarkt für Blinde und sehbehinderte Menschen aussehen soll.

Für sehbehinderte und blinde Menschen ist Einkaufen im Supermarkt oft schwierig.

Sie müssen die Dinge lange suchen, die sie einkaufen möchten.

Deshalb haben sich Maria Scherlies und Svenja Schulz überlegt, wie ein Supermarkt aussehen soll. Damit blinde und sehbehinderte Menschen die Dinge, die sie einkaufen möchten, besser finden.


 

So soll der Supermarkt aussehen:

Die Regale stehen nebeneinander an der Wand.

Jedes Regal hat eine andere Farbe, die man gut erkennen kann.

Jedes Regal hat ein anderes Produkt.

So gibt es zum Beispiel:

  • 1 Regal für Backwaren (das sind zum Beispiel Brot, Brötchen und Kuchen) mit einem Symbol in brauner Farbe

  • 1 Regal für Süßigkeiten mit einem Symbol in roter Farbe

  • 1 Regal für Gemüse und Obst mit einem Symbol in grüner Farbe

Und so geht es weiter. Jedes Produkt hat ein anderes Symbol und eine andere Farbe.

Zwischen den Regalen auf dem Fußboden sind verschiedene Farbstreifen mit Symbolen für die Produkte aufgeklebt.

Jeder Farbstreifen mit Symbol führt zu dem Regal in seiner Farbe. So kann man die Produkte in den Regalen besser finden.

Wir möchten mit unserer Abschlussarbeit erreichen, dass nachgedacht wird, wie ein Supermarkt aussehen soll, damit blinde und sehbehinderte Menschen dort gut einkaufen können.

Das alles muss passieren, b e v o r man den Supermarkt baut.

Besonders diese Menschen müssen daran denken:

  • die Menschen, die bestimmen, wie der Supermarkt aussehen soll
    (Gestalter und Gestalterinnen)

  • die Menschen, die erlauben, dass der Supermarkt gebaut werden darf (Entscheidungsträger)

     

Wir sprechen daher oft mit

blinden und sehbehinderten Menschen und
Gestaltern, Gestalterinnen und
Entscheidungsträgern

Wir fragen sie nach ihrer Meinung und ihren Erfahrungen mit diesen Supermärkten.

Mit einigen Dingen sind die Menschen vielleicht unzufrieden. Die können wir dann verändern, bevor der nächste Supermarkt gebaut wird.

Am Ende möchten wir damit feststellen, wie der Supermarkt am besten aussehen soll, damit blinde und sehbehinderte Menschen darin gut einkaufen können. Das soll dann in einer Zusammenfassung (einem Leitfaden) aufgeschrieben werden. Damit in Zukunft Supermärkte immer so gebaut werden.


 

Maria Scherlies und Svenja Schulz

Eine Zeichnung zeigt die Anordnung der Regalbuchten. Sie sind mit Symbolen wie Bretzel und Bonbon gekennzeichnet, die auch auf dem Bodenleitstreifen zu sehen sind