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Mit Zeichen unterhalten

Zu Besuch im Kinder-Garten Maxim-Gorki-Straße

In Dresden gibt es viele Kinder-Gärten.
Im Stadt-Teil Pieschen gibt es einen besonderen.
Hier lernen die Kinder die Deutsche Gebärden-Sprache.

Unter den Erziehern gibt es Frauen, die gehörlos sind.
Die gehörlosen Frauen verständigen sich mit Zeichen und Lauten.
Mit ihren Kollegen.
Und mit den Kindern.

Die Kinder lernen die Gebärden-Sprache zum Beispiel:
durch Gespräche mit den gehörlosen Erziehern
und es werden Gebärden gezeigt, wenn eine hörende Erzieherin etwas erklärt.
Zum Beispiel: Was gibt es heute zum Essen.

An den Türen hängen auch viele Gebärden als Bild.
Sie erklären, wie das Zimmer heißt.

Es gibt auch Aushänge in Gebärden-Sprache.
Hier lesen alle die Informationen in Gebärden-Sprache.
Zum Beispiel für einen Ausflug.

Die hörenden Erzieher lernen auch die Gebärden-Sprache.
Die Erzieher haben jede Woche Unterricht.
Die Erzieher lernen die Gebärden, die für ihre Arbeit mit Kindern wichtig sind. 

Die Gebärden helfen auch den Kindern aus dem Ausland.
Sie verstehen die Gebärden schneller als die Deutsche Sprache.

Die Erzieher im Kinder-Garten möchten immer für alle Kinder gleich da sein.
Das braucht Zeit.
Zum Bespiel:
Wenn eine Geschichte vorlesen wird,
macht die Erzieherin das für alle.
Erst danach, kann sie für ein gehörloses Kind die Geschichte gebärden.

Im Moment ist zwar kein gehörloses Kind im Kinder-Garten.
Das wird sich aber wieder ändern.

Die Eltern finden es gut, dass ihre Kinder die Gebärden-Sprache lernen.
Manche Eltern lernen sogar auch einige Gebärden.

Für Eltern, die ihr Kind neu im Kinder-Garten angemeldet haben,
gibt es bereits einen Treff.
Der Treff heißt: Eltern-Kind-Treff Fliegende Hände.

Er ist immer am letzten Mittwoch im Monat.
In der Zeit von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr.
Dazu melden Sie sich bitte an:
über die E-Mail: kita-maxim-gorki-strasse-4@dresden.de

In Dresden ist das der einzige Kinder-Garten, der Deutsche Gebärden-Sprache lernt. Die Erzieher sind stolz auf ihre Arbeit.

Sie wünschen sich: Das es mehr Gebärden-Sprache gibt. Auch in der Stadt.

Leiterin Christiane El Aboudy-Kalz wünscht sich mehr Öffentlichkeit für die Deutsche Gebärdensprache und wieder mehr gehörlose Kinder in ihrem Kindergarten.

Jeanette Dümichen zeigt die Gebärde für „schlafen“.

Selina Kallauch zeigt die Gebärde „spielen“. Dabei bewegen sich die Hände parallel hoch und herunter.

Schilder am Waschraum – Symbole, Zeichen und Gebärden helfen für das Verständnis.