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Sie sind meine Hände …

Kati Stephan berichtet über ihr Leben

Kati Stephan hat eine Muskel-Erkrankung.
Sie sitzt im Rollstuhl.
Sie kann sich selbst nur wenig bewegen.

Für Kati Stephan arbeiten 5 Assistenten.
Durch die Assistenten kann Kati Stephan selbst-bestimmt leben.

Kati Stephan sagt:
Ich gehe gerne ins Theater und ins Kino.
Ich reise gerne.

Sie mag Tiere.
Sie hat einen Hund.
Und sogar eine Schlange.

Ihr Leben kann Kati Stephan leben wie sie es möchte.
Dies ist nur durch die Assistenten möglich.

Kati Stephan sagt:
Meine Assistenten sind meine Hände.
Ich bin der Kopf.

Die Assistenten helfen Kati Stephan zum Beispiel:

  • beim Schminken,
  • beim Duschen,
  • beim Schuhe zubinden,
  • im Haushalt.

Die Assistenten pflegen Kati Stephan auch.

Die Assistenten sind jeden Tag da.
Die Assistenten sind auch in der Nacht da.
Dann schläft einer der Assistenten im Neben-Zimmer.  

Kati Stephan kann durch die Assistenten viel mehr machen.
Sie arbeitet zum Beispiel ehrenamtlich im Verein: Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden
Sie berät andere zum Thema: Assistenten.
Kati Stephan arbeitet auch wenige Stunden in der EUTB-Beratungsstelle in Dresden (ergänzende unabhängige Teilhabeberatung)

Kati Stephan ist Arbeit-Geberin für ihre Assistenten.
Kati Stephan hat sich ihre Mitarbeiter selbst gesucht.
Dazu hat sie Anzeigen geschaltet.
Dazu hat sie lange Bewerbungs-Gespräche geführt.

Kati Stephan muss ihren Assistenten vertrauen können.

Kati Stephan bezahlt ihre Mitarbeiter über das Persönliche Budget.
Das sind Geld-Leistungen vom Amt.
Informationen in Leichter Sprache zum Persönlichen Budget:

Für Kati Stephan sind die Assistenten keine Freunde.
Sie sind Mitarbeiter.
Kati Stephan schätzt ihre Mitarbeiter sehr.  
Sie möchte immer das Private und Berufliche trennen.

Kati Stephan sagt:
Ich würde nicht verlangen, dass einer meiner Assistenten länger bei mir bleibt.
Um beispielsweise einen Kaffee mit mir zu trinken.
Jeder Assistent hat seine Arbeits-Zeiten.

Ein Angehöriger kann die Arbeit nicht leisten.

Kati Stephan sagt:
Es ist eine wertvolle und auch anstrengende Arbeit:
Die Arbeit muss bezahlt werden.

Kati Stephan arbeitet seit vielen Jahren mit Assistenten zusammen.
Davor half ein Pflege-Dienst.
Das reichte aber nicht aus.
Der Pflege-Dienst kam zweimal am Tag.

Davor wohne Kati Stephan in verschiedenen Heimen.
Hier war ein selbst-bestimmtes Leben nicht möglich.

Kati Stephan sagt:
Durch meine Assistenten kann ich ein selbst-bestimmtes Leben mit Behinderung führen.
Mein Leben unterscheidet sich nicht mehr groß von einem anderen normalen Leben.
Ich kann meine Träume leben.  

Sie sagt weiter:
Das Leben ist zu kurz.
Jeder sollte sein Leben genießen können.

 

Beratung zum Thema Assistenz: 
Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden e. V.
Strehlener Straße 24 (Erdgeschoss)
01069 Dresden
Kati Stephan

Nächste Beratung:
12. März 2019
15 bis 17 Uhr


Bitte melden Sie sich vorher an.  

E-Mail: k.stephan@kompass-dresden.de

Kati Stephan mit Hund Lina – Die 42-Jährige mag kochen, reisen, töpfern, Tiere, Theater und Kino – eben das pralle Leben