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Mehr Inklusionsassistenten an sächsischen Schulen

Weitere 38 Assistenten im neuen Schuljahr

Im neuen Schuljahr 2017/2018 erhalten die sächsischen Lehrer zusätzliche Inklusionsassistenten als Kollegen. Dann nehmen weitere 38 Assistenten ihre Arbeit auf. Dies teile das Sächsische Staatsministerium für Kultus am 30.06.2017 mit. Damit sind insgesamt 211 Inklusionsassistenten im Freistaat im Dienst. „Wir lassen die Lehrer mit der Aufgabe, Inklusion umzusetzen, nicht allein. Die Inklusionsassistenten sorgen dafür, dass alle Schüler optimal gefördert werden und darüber hinaus wichtige soziale Kompetenzen wie Toleranz und Hilfsbereitschaft lernen. Alle Kinder und Jugendlichen sollen damit gleichberechtigte Bildungschancen erhalten“, sagte Kultusministerin Brunhild Kurth. Die Assistenten sind in allen Schularten eingesetzt und helfen den Lehrern unter anderem bei der zusätzlichen Förderung der Schüler, der sozialen Entwicklung im Klassenverband, der Elternarbeit und bei der Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben. Sie arbeiten an den einzelnen Förderplänen mit, protokollieren die Entwicklungsfortschritte und tauschen sich fachlich mit dem Lehrer aus. Es geht auch darum, frühzeitig möglichem sonderpädagogischen Förderbedarf entgegenzuwirken. Deshalb kommen die Inklusionsassistenten auch im Rahmen von Ganztagsangeboten unterstützend zum Einsatz. Bereits seit August 2016 unterstützen die Inklusionsassistenten die Arbeit der Lehrer an ausgewählten Schulen in ganz Sachsen. Für das Projekt stehen über fünf Jahre rund 51 Millionen Euro Mittel des Europäischen Sozialfonds und des Freistaates Sachsen zur Verfügung. Da die finanziellen Mittel des Projekts noch nicht ausgeschöpft sind, wird es zeitnah ein drittes Bekanntmachungsverfahren geben.  Darin sollen weitere Schulen, insbesondere Schulen zur Lernförderung, einen Inklusionsassistenten erhalten. Über die gesamte Laufzeit des Inklusionsprojektes erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung durch Prof. Dr. Udo Rudolph und sein Team der TU Chemnitz (Professur für Allgemeine und Biopsychologie). Voraussetzung für die Arbeit als Inklusionsassistent ist eine Berufsqualifikation auf Fachschulniveau, die im pädagogischen oder sozialen Bereich erworben wurde. Um für die Herausforderungen im Klassenzimmer gewappnet zu sein, erhalten die Inklusionsassistenten zusätzlich zu ihrer beruflichen Qualifikation zwei begleitende Weiterbildungsseminare im Umfang von je zwei Tagen. Pro Schule arbeitet immer ein Assistent.