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Taddeus, Dresden

Ich habe einen Pod·cast (sprich: pot kast).

Ein Pod·cast ist eine Sendung zum Anhören.
Da sprechen wir über verschiedene Themen.
Ich freue mich, weil viele Menschen den Podcast hören.
Auch Menschen, die nicht viel über Inklusion wissen.

Das bin ich:

Ich bin Taddeus.
Ich bin 24 Jahre alt.
Ich studiere in Dresden.
Im Moment bin ich für einige Monate in Italien.

Ich habe schon im Studium Pod·casts auf·genommen.
Im Januar 2022 war ich selbst Gast in Pod·casts.
Die LAG SH Sachsen ist ein Verein für Menschen mit Behinderungen.
Sie hat einen jungen Menschen für einen Pod·cast gesucht.
Diese Person musste keine Behinderung haben.
Sie sollte sich aber mit Pod·casts aus·kennen.

So bin ich zum Thema Inklusion gekommen.
Vorher hatte ich damit keine Berührung.
Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit.

Das ist der Podcast:

Der Pod·cast heißt „Weil Viel·falt fetzt“.
Ich spreche dort mit Menschen mit Behinderung.
Obwohl ich keine Erfahrung im Umgang mit solchen Menschen habe.
Es ist wichtig, dass ich sie verstehe.
Es kann passieren, dass ich komische Fragen stelle.
Oder Fragen, die immer wieder gestellt werden.
Das ist aber in Ordnung.
Alles ist total locker.

Ich habe mich schon mit vier Personen unter·halten.
Die Auf·nahmen werden nach und nach ver·öffentlicht.
Es war sehr interessant für mich.

Meine Erfahrung mit Menschen mit Behinderung:

Als Kind fand ich das komisch:

  • wenn Menschen anders waren
  • wenn jemand anders aussah
  • wenn jemand sich anders verhalten hat

Ich habe mich dann von dieser Person fern·gehalten.
Das ist mir nicht peinlich.
Aber oft finden Kinder es spannend, wenn etwas anders ist.

Ich hatte in der Schule einen Freund.
Dem hat ein Finger gefehlt.
Das war komisch für mich.
Ich wusste nicht: Wie soll ich ihm die Hand geben.
Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt.

Man kann die Ängste ab·stellen.
Dafür muss man oft Menschen mit Behinderungen treffen.
So lernt man, respekt·voll mit ihnen um·zu·gehen.

Ich hatte als Kind auch Angst vor sehr alten Menschen.
Jetzt habe ich keine Angst mehr.
Jetzt bin ich neugierig.

So waren die Gespräche mit Menschen mit Behinderung für mich:

Ich hatte auch keine Sorgen wegen den Gesprächen für den Pod·cast.
Ich konnte auch blöde Fragen stellen.
Das ist gut.

Die Begegnungen waren sehr toll für mich.
Ich habe oft Menschen mit Behinderungen getroffen.
In der Uni habe ich André kennen·gelernt.
Er sitzt im Roll·stuhl.
Er spielt auch Roll·stuhl·basket·ball.
Roll·stuhl·fahrer sind normal in der Gesell·schaft.
Das Roll·stuhl-Symbol sieht man oft.

Das habe ich bei dem Projekt gelernt:
Man soll mit behinderten Menschen kein Mit·leid haben.
Diese Leute sagen: Es ist normal für sie.
Sie können ein normales und glückliches Leben führen.

Ich finde das Wort „Barriere·freiheit“ interessant.
Es geht darum:

  • Alle Menschen sollen alles nutzen können.
    Das heißt: Sie sollen überall Zugang haben.
  • Grenzen in den Köpfen sollen ab·gebaut werden.
    Das heißt: Man hat für·einander Ver·ständnis.
    Und keine Vorurteile.

Ich sehe jetzt auch: Etwas ist barriere·frei.
Ich kann auch besser mit Menschen umgehen, die anders sind.
Ich habe keine Scheu mehr.
Es sind alles normale Menschen.

Ich bin ein·fühl·samer geworden.
Ich versuche Menschen mit Behinderung immer zu helfen.
Das mag nicht jeder.
Manche fühlen sich dadurch be·vor·mundet.
Für manche ist diese besondere Behandlung auch un·an·genehm.
Ich möchte: 

  • Menschen mit Behinderung sollen genau das machen können, 
    was auch andere können.
  • Sie sollen fair behandelt werden.

Es wäre gut gewesen, als Kind mehr über Viel·falt zu lernen.
Vielleicht mit einem Bilder·buch mit unter·schiedlichen Menschen.
Ich habe eher gelernt: Wie sieht der ideale Mensch aus.

Das wünsche ich mir :

Ich hoffe, noch mehr Menschen mit Behinderung kennen·zu·lernen.
Auch außer·halb vom Pod·cast.
Es gibt verschiedene Formen von Ein·schränkungen.
Und jeder Mensch ist anders.
Es hat auch jeder andere Meinungen.
Das ist spannend.

Das finde ich wichtig: viele Menschen sollen den Pod·cast hören.
Vor allem Menschen ohne Behinderung.
Auch Menschen mir Berührungs·ängsten.

Wir wollen:

  • Neugier wecken
  • Barrieren abbauen
  • Wissen schaffen
  • Menschen sollen um·denken.
    Und sich anders verhalten.
    Das ist wichtig.

Link zum Podcast "Weil Vielfalt fetzt": Weil Vielfalt fetzt - der Podcast

Das Gespräch mit Taddeus war am 28.10.2022.

[Translate to Leichte Sprache:] Taddeus aus Dresden